Herbsttod


Flüsternd raschelt
in schmal gestreckten
dunklen Schatten
ein traurigkühler Abendwind;
rüttelt an den welken Wipfeln
bis auch das letzte
dürre Blatt
taumelnd herniedersinkt.

Entseelte Zweige zaghaft zittern,
schütteln ab das taube Laub;
geschwächt bebende Sträucher schaudern,
spürbarer Winterfrost nah droht;
über stummen Schreien der Verzweiflung
stilles Schweigen thront.

Hohe Kronen
verlassner Linden,
blind umhüllt von Nebelhauch,
flehen den
feuerrot brennenden Himmel
kraftlos um Verschonung an.

Ein verirrter
letzter Sonnenstrahl
zart über bange Wangen streift
bevor er in fernen Weiten still
verglüht, und morgen
nicht mehr aufersteht.

Entfärbte Himmelstränen tränken
von bleichem Laub gesäumte Wege;
sich vergebens kräuselnd Wasser
bald starr in Eisesketten liegt.


Bemerkungen vom Autor

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Copyright by dunkelhell
Veröffentlicht am 05.12.2009 15:34
Kategorie: Angst
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dunkelhell am 06.12.2009 09:41
Vielen Dank für die positiven Rückmeldungen.
Dass es sehr ausdrucksstark ist, freut mich zu hören - ich habe mir größte Mühe gegeben, es dramatisch, aber zugleich nicht allzu trostlos wirken zu lassen.
lg


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